"Jetzt ist die Politik gefordert"
KommR Ing. Roman Weigl, MSc
Fachgruppenobmann der Ingenieursbüros, Wirtschaftskammer Wien

Mobilität ist seit jeher ein Grundbedürfnis der Menschheit, allerdings haben sich die Rahmenbedingungen vor allem in den vergangenen Jahrzehnten massiv verändert. Umwelt- und Klimaschutz spielen nun ebenfalls eine wichtige Rolle. Aber wenn wir die fossilen Brennstoffe ersetzen möchten, dann stehen uns derzeit nur Wasserstoff und Elektrizität zur Verfügung. Die breite Öffentlichkeit wird eine alternative Mobilität jedoch nur dann akzeptieren, wenn sie mit keinerlei Komfort-Einbußen verbunden ist. Der Aktionsradius eines elektrisch betriebenen Pkws muss daher auf 400 bis 500 km steigen, es sind ausreichend Stromtankstellen zu schaffen, und die Ladezeiten müssen drastisch kürzer werden.

Der amerikanische Autohersteller Tesla ist mit einem bequemen und reichweitenstarken Premiummodell auf den Markt gekommen. Große Fortschritte gibt es auch bei der Batterietechnologie. Nur bei der flächendeckenden Versorgung mit Schnell-Ladestationen ist Österreich noch ganz am Anfang. In Wien zum Beispiel findet sich gar nur eine einzige. Wenn wir also den Verkehr in der Stadt elektrifizieren wollen, muss die Verwaltung umdenken und Tankstellen im öffentlichen Raum zulassen. „Grünen“ Strom gibt es genug, man muss ihn nur richtig verteilen.

Foto: Fotostudio Weissbacher

"Wirtschaft braucht Mobilität"
Mag. Stefan Ehrlich-Adám
Obmann der Sparte Industrie, Wirtschaftskammer Wien

Der Verkehr ist Grundlage unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Mit diesem Satz beginnt das Weißbuch „Fahrplan zu einem einheitlichen europäischen Verkehrsraum – hin zu einem wettbewerbsorientierten und ressourcenschonenden Verkehrssystem“. Mit diesem Papier hat die Europäische Kommission ein Konzept entwickelt, wie einerseits das Mobilitätsbedürfnis von uns allen und andererseits Umwelt- und Klimaschutz in Einklang gebracht werden sollen. Aus der Sicht der Wirtschaft ist es erfreulich, dass die EU zunächst keine Einschränkung der Mobilität dabei in Erwägung zieht.

Eine besondere Herausforderung ist sicher der Stadtverkehr, auf den rund ein Viertel aller verkehrsbedingten CO2-Emissionen entfallen. Öffentliche Verkehrsmittel für BewohnerInnen und PendlerInnen auszubauen, Fahrzeuge mit alternativen Antriebssystemen auch für die Wirtschaft zu fördern und innovative Verkehrskonzepte für alle zu entwickeln, ist damit das Gebot der Stunde. In diesem Sinne freue ich mich auf spannende Vorträge und neue Impulse.

Foto: WKW/Foto Weinwurm

Zero Emission Cities ist eine Veranstaltung von:


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Wir streben an, diese Veranstaltung nach den Kriterien des
Österreichischen Umweltzeichens für Green Meetings auszurichten