Vortragende 2017

Moderation: Claudia Reiterer

Foto: ORF Thomas Ramstorfer

Claudia Reiterer ist eine österreichische TV-Moderatorin, Journalistin und Buchautorin. Von 2007 bis 2016 moderierte sie das Informationsmagazin heute konkret auf ORF 2. Seit 2017 präsentiert sie „Im Zentrum“. Bei der diesjährigen Veranstaltung führt sie in gewohnt dynamischer und sachlicher Art durchs Programm.

Durch Innovation zu inklusivem Wachstum im urbanen Raum

Mr. Tadashi Matsumoto, Ph.D, Senior Policy Analyst (OECD) Organisation for Economic Co-operation and Development

Foto: © OECD

"It is a pleasure to be invited to this important conference and a very good opportunity to share with you the key facts of the OECD’s work on green growth and the future challenges."

Tadashi Matsumoto leitet die OECD Arbeit für nachhaltige Stadtentwicklung und ökologisches Wachstum. Unter anderem ist er für das Projekt Urban Green Growth in Dynamic Asia verantwortlich, das darauf abzielt, wirksame Strategien und Governance-Strategien in rasch urbanisierenden asiatischen Städten zu erforschen.

Tadashi ist der Hauptautor des OECD-Berichts Compact City Policies: Eine vergleichende Bewertung (2012). Er hat auch zu vielen anderen Berichten beigetragen, darunter Städte und Klimawandel (2010) und Territorial Review of Japan (2016). Vor dem Beitritt zur OECD im Jahr 2009 arbeitete Tadashi seit 1995 für das Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus in Japan.

Tadashi hält eine MUP (Urban Planning) von der New York University und ein Ph.D. Von der Tokyo University (Engineering). Er Vorträge an der Tsukuba Universität, Japan und SciencesPo, Frankreich.

 

Die Bedeutung von Ausbildung für zukünftige Herausforderungen

Mag. Ernst Gesslbauer, Leiter der Nationalagentur Erasmus+ Bildung in der OeAD-GmbH (Österreichische Agentur für internationale Mobilität und Kooperation in Bildung, Wissenschaft und Forschung)

Die OeAD-GmbH ist die österreichische Agentur für internationale Mobilität und Kooperation in Bildung, Wissenschaft und Forschung. Mit einem Budget von mehr als 60 Millionen Euro und mehr als 200 Mitarbeiter/innen unterstützt der OeAD die Internationalisierung der Bildung.

Die Nationalagentur Erasmus+ Bildung ist innerhalb der OeAD-GmbH für die Umsetzung des EU-Programms Erasmus+ im Bereich Bildung in Österreich verantwortlich. Das Programm besteht aus den Bereichen Schulbildung, Hochschulbildung, Berufsbildung und Erwachsenenbildung.

In der Nationalagentur sind auch Euroguidance Österreich, die Kontaktstelle des europäischen Netzwerks für Bildungs- und Berufsinformation und -beratung, Europass Österreich und die Plattform für Erwachsenenbildung in Europa (EPALE) angesiedelt.

 

DI Roland Sommer, Geschäftsführer "Industrie 4.0 Österreich - die Plattform für intelligente Produktion"

Foto: © Industrie 4.0

"Eine der großen Herausforderungen, um das volle Potenzial der Digitalisierung nutzen zu können ist, dass es ein verstärktes Zusammenführen von Bildungsangeboten mit von der Industrie und Wirtschaft nachgefragten Kompetenzen gibt. Das Symposium „Zero Emission Cities“ biete das geeignete Forum, um einen intensiven Austausch zu ermöglichen."

Seit dem 1. Oktober 2015 hat der Verein "Industrie 4.0 Österreich - die Plattform für intelligente Produktion" eine neue Geschäftsführung. Der 43-jährige Wiener DI Roland Sommer, MBA, der noch bis Anfang 2016 als Director of Public Private Affairs bei AVL List in Graz tätig sein wird, hat die Position des Geschäftsführers der Plattform Industrie 4.0 übernommen.

Sommer ist Member of the International Council der Organization for International Economic Relations (OiER) sowie Vice Chair des Business and Industry Advisory Committee to the OECD (BIAC). Verbandserfahrungen konnte Sommer darüber hinaus in früheren Jahren als Experte für Forschungs- und Innovationspolitik in der Industriellenvereinigung sammeln. Der Industrie-4.0-Experte absolvierte ein Studium an der Universität für Bodenkultur und der University of London.

Der Verein "Industrie 4.0 Österreich - die Plattform für intelligente Produktion" wurde 2015 gegründet. In einem breiten Schulterschluss wirken wichtige gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Akteure an der Gestaltung der zukünftigen Produktions- und Arbeitswelt aktiv mit. Damit soll ein Beitrag zur Steigerung des zukünftigen Wohlstandes für alle Menschen in Österreich geleistet werden. Das Ziel ist, die neuen technologischen Entwicklungen und Innovationen der Digitalisierung (Industrie 4.0) bestmöglich für Unternehmen und Beschäftigte zu nutzen und den Wandel für die Gesellschaft sozialverträglich zu gestalten.

 

Durch Digitalisierung zur Vernetzung 4.0

Jens Hansen ist selbstständiger Zukunftsforscher

Dabei beschäftigt ihn die Frage, welche Innovationen unser Leben in den nächsten Jahren auf den Kopf stellen und was dies für Wirtschaft und Gesellschaft bedeutet. Einen besonderen Schwerpunkt legt er auf den Megatrend Digitalisierung.

"Wie digitale Innovationen das Leben in unseren Städten verändern"

Städte stehen vor großen Herausforderungen. Wir sind mitten in einem großen demographischen Wandel, Nachhaltigkeit wird immer wichtiger und auch die wirtschaftliche Situation von Städten ruft vielerorts nach neuen kreativen Ansätze die gegebenen Ressourcen bestmöglich für den Bürger einzusetzen. Gleichzeitig kündigt sich die digitale Gesellschaft an und zeigt spannende Lösungsmodelle auf.

  • Wie können uns Innovationen helfen, diese Herausforderungen zu meistern?
  • Wie wird sich Mobilität durch das Autonome Auto verändern?
  • Kehrt die Produktion zurück in die Städte?
  • Welche Chancen ergeben sich durch Big Data und Digitalisierung als solches?
  • Wie verändert sich das Zusammenwirken von Bürgern mit der Verwaltung?
  • Wie kann der Ländliche Raum von der digitalen Transformation profitieren?

 

DI Vensa Glatz, Head of Industry Business Development at Microsoft

Die rasante Digitalisierung von Produkten und Prozessen stellt Unternehmen vor große organisatorische Herausforderungen. Die Beziehungen zwischen Zulieferer, Hersteller und Kunden verschmelzen zunehmend, klassische Unternehmensgrenzen wie wir sie kennen gehören bald der Vergangenheit an. Dabei ist es entscheidend, auf diese Themen vorausschauend zu reagieren und damit auch zukünftig konkurrenzfähig zu erhalten bzw. neue Marktpotentiale zu erschließen.

Industrie 4.0 und Internet der Dinge sind die Zukunft. Hunderte E-Mails und Excel Files pro Tag sind nach wie vor Realität im Arbeitsalltag. Daten qualitativ sammeln und nutzen, Prozesse digitalisieren und automatisieren, sowie benutzergerechte Anwendungsoberflächen und Apps entwerfen sind Kerndisziplinen, denen man mehr Beachtung schenken muss, um erfolgreich zu sein.

 

Stadttechnologien - Wo stehen wir? Wo wollen wir hin?

Joachim Lentes, Leiter Competence Team digital engineering bei Fraunhofer IAO

Foto: © Fraunhofer IAO

"Zur Reduktion von Emissionen gewinnt auch die lokale Produktion von Gütern an Bedeutung. Neue Technologien erlauben eine stadtverträgliche Produktion, im besten Fall im Sinne einer Symbiose aus Fabrik und Umfeld zum Vorteil aller direkt und indirekt Beteiligten. Die Ultraeffizienzfabrik im urbanen Umfeld stellt einen neuen Ansatz dar, Emissionen und Ressourcenbedarf bei der Herstellung von Gütern zu minimieren und kann daher ein wesentliches Element eines zukunftsfähigen Wirtschaftens 2050 darstellen."

Joachim Lentes leitet das Competence Team Digital Engineering bei Fraunhofer IAO. Dabei erforscht er neue Wege, um Unternehmen mit frischen Ideen und innovativer IT wettbewerbsfähiger zu machen. Lentes baut gerne Brücken - zwischen Fachabteilungen, Gewerken und Disziplinen oder auch zwischen Unternehmen als industrielle Symbiose.

In der Stadt der Zukunft sind Produktionsstätten so leise und sauber, dass sie sich in unmittelbarer Nähe zu einem Wohngebiet harmonisch einfügen. Alle Beteiligten vom Unternehmen und deren Mitarbeitern über die Bürger bis hin zur Stadt selbst profitieren von einer Symbiose zwischen Produktion und Umfeld. Damit diese Vision Wirklichkeit wird, genügt es nicht, negative Auswirkungen der Produktion in der Stadt zu minimieren, sondern gilt es, deren positiven Beitrag zu gestalten und zu optimieren.

Digital Engineering unterstützt Unternehmen in der Produkt- und Produktionsentstehung. Strategische und operative Prozesse lassen sich damit effizienter und zielgerichteter aufbauen, vernetzen und ausführen. Ziel ist es, organisatorische Abläufe in technischen Bereichen produzierender Unternehmen zu beschleunigen, qualitativ zu verbessern und kostengünstiger zu gestalten. Gleichzeitig optimieren die Methoden und Systeme des Digital Engineering auch Produktionsplanungen, Produktionssysteme und Produkte hinsichtlich Zeit, Kosten und Qualität.

 

DDr. Herwig W. Schneider Geschäftsführer Industriewissenschaftliches Institut - IWI

"Die österreichische Umwelttechnikwirtschaft ist ein wesentlicher Bestandteil für unternehmerischen Erfolg. Im Zusammenspiel mit einer Vielzahl an vor- und nachgelagerten Branchen sind die heimischen Umwelttechnikproduzenten ebenso wie -dienstleister ein effektiver Motor für Produktion, Beschäftigung und Export."

Das Industriewissenschaftliche Institut betreibt - als nicht gewinnorientierter Verein - seit 1986 Forschung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis. Das IWI hat seinen Sitz in Wien und wird von namhaften Hochschulforschern, Interessensvertretungen und Unternehmen getragen. Der Schwerpunkt der Analysen und Forschungsprojekte liegt in der österreichischen Wirtschaft und ihren internationalen Vernetzungen.

Ein besonderer Kompetenzschwerpunkt ist die Analyse von strukturellen Entwicklungen und Wettbewerbspositionen sowie die Untersuchung industrieller Netzwerke (Clusteranalysen). Die inhaltlichen Schwerpunkte sind:

  • Forschung & Innovation,
  • Energie & Umwelt,
  • Steuern & Abgaben,
  • Produktionskosten, Netzwerk- und Kooperationsmuster,
  • Bildung & Humankapital,
  • Gesundheit & Demografie,
  • Handel & Internationale Wirtschaft,
  • Infrastruktur sowie Unternehmensfinanzierung & Kapitalmärkte.

 

Darüber hinaus konnte das IWI bereits zahlreiche Projekte in den Bereichen Wettbewerbskonstellation/Konjunkturentwicklung und zu Gesetzgebung, Förderungen und öffentlicher Verwaltung abwickeln.

 

Ing. Mag. Michael Strebl, Geschäftsführer Wien Energie

Die Wien Energie ist der größte Energieversorger des Landes. Mit 2700 Mitarbeitern und einem Umsatz von knapp 2 Mrd. Euro gehört die Wien Energie zu den 30 größten Unternehmen Österreichs. Sie versorgt in Wien, den umliegenden Gemeinden in Niederösterreich und im Burgenland rund 2 Mio. Menschen mit Strom, Gas, Wärme und Kälte und beschäftigt sich mit innovativen Geschäftsfeldern wie Energiedienstleistungen, e-Mobilität und Telekommunikation.

Mit  Oktober 2016 hat Ing. Mag. Michael Strebl die Geschäftsführung von Wien Energie übernommen. Er ist seit 1994 in der Energiewirtschaft tätig und konnte im In- und Ausland Erfahrung sammeln, etwa an der renommierten London School of Economics (LSE) in England oder bei Siemens/USA im Silicon Valley. Der ausgewiesene Energieexperte Strebl war über 20 Jahre in verschiedenen Funktionen bei der Salzburg AG tätig, er hat ein technisches und ein betriebswirtschaftliches Studium absolviert. 

 

Stadttechnologien und die Anforderungen der Unternehmen

Ing. Peter Riemer, Leiter Produktionssteuerung Laundry & Home Care, CEE Henkel

"Henkel hat sich in seiner Nachhaltigkeitsstrategie dem Faktor 3 verschrieben. Das heißt, dass wir schon bis zum Jahr 2030 unseren Ressourceneinsatz im Vergleich zu 2010 um zwei Drittel reduzieren wollen. Dazu trägt auch die Wiener Flüssigwaschmittelproduktion ihren Teil bei. Seit 90 Jahren mitten im Herzen der Bundeshauptstadt gelegen, ist es für uns seit jeher eine stete Herausforderung, durch neue, zukunftsweisende Technologielösungen dem Anspruch, ein „good citizen“ sein zu wollen, gerecht zu werden."

Rund 10 Millionen Euro fließen jährlich in den Hightech-Ausbau des weltweit größten Flüssigwaschmittel-Werks von Henkel in Wien-Landstraße. Mit Ende März 2015 kam die 10. Produktlinie dazu. Das Investment am Standort Wien wird konsequent fortgesetzt. Das gelingt in enger Zusammenarbeit mit über 300 lokalen Lieferanten und durch das Know-how sowie die Expertise der Mitarbeiter.

Eine Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI) zeigt unter anderem, dass jeder Euro, den das Unternehmen in Wien investiert, den doppelten Produktionswert in Österreich auslöst. Gleichzeitig werden pro 1 Million Euro an Henkel-Investment zusätzlich 13 Mitarbeiter außerhalb des Unternehmens, etwa bei Lieferanten und Zulieferbetrieben, beschäftigt. Zusätzlich kommt die Produktion in Wien dem Kaufverhalten der österreichischen Konsumenten entgegen.

 

 

Felix Kybart, Leiter alternative Antriebe MAN

Foto: © MAN

"Ich freue mich sehr darauf im Rahmen dieses Symposiums zu zeigen, wie MAN und CNL gemeinsam mit emissionsfreien MAN eTrucks die Lebensqualität in Wien, Graz und Salzburg verbessern werden."

Felix Kybart, Leiter Alternative Antriebe (EV) bei MAN Truck & Bus in München. Im Rahmen des E-Truck-Projekts hat MAN das Council für Nachhaltige Logistik (CNL) als strategischen Partner gewonnen, das österreichische Werk Steyr soll federführend bei der Ausführung sein.

Das Council für nachhaltige Logistik (CNL) - http://councilnachhaltigelogistik.at - ist eine europaweit einzigartige Initiative: Siebzehn der größten österreichischen Firmen aus den Bereichen Handel, Logistikdienstleister und Produktion haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam Schritte im Bereich nachhaltige Logistik zu setzen. Verankert ist das Council für nachhaltige Logistik (CNL) am Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit an der Universität für Bodenkultur Wien.
Bereits Ende des Jahres will MAN den teilnehmenden Logistikdienstleistern und Lebensmittelkonzernen neun E-Trucks auf Basis des TGM zu Verfügung stellen. Gibt es die Fahrzeuge zunächst nur exklusiv für das Logistikkonsortium CNL, soll ab Ende 2018 auch an andere Kunden geliefert werden. 2021 soll die Serienfertigung der E-Trucks starten.

 

Bruno Sandbichler, sandbichler architekten, Wohnen im grünen Markt
& Gert Zechner, Verein Aquaponic-Austria

Foto: © sandbichler architekten

"Im Zusammenhang mit der internationalen Diskussion um ressourcenschonende Möglichkeiten zur Ernährung der schnell wachsenden Weltbevölkerung und im postindustriellen Diskurs um offene Technologien, lokale Produktion und sinnvolle Arbeit ist der Grüne Markt ein ernstzunehmender realisierbarer Beitrag. Eine Infrastruktur der Zukunft muss neben Kultur- und Bildungseinrichtungen auch offene Plattformen der Produktion und des Experiments anbieten. In jedem Stadterweiterungs- und Stadterneuerungsgebiet in Wien (und auch anderswo) sollte ab jetzt ein “Grüner Markt” mitgedacht werden!"

Das von sandbichler architekten entworfene Quartiershaus "Grüner Markt" im Sonnwendviertel am Hauptbahnhof vereint wohnen, arbeiten und produzieren in besonderer Weise. Die derzeit aus 35 Erwachsenen und 19 Kindern und Jugendlichen bestehende Baugruppe „Wohnen im Grünen Markt“ hat die ersten großen Umsetzungsschritte vollzogen: die Gemeinschaftsräume und Freiflächen wurden geplant und die Wohnungen vergeben. Mit Dezember 2016 startete die zweite Erweiterungsstufe. Baubeginn war Frühling 2017, eingezogen wird im Herbst 2018.

Im Grünen Markt gibt es Wohnungen für alle Lebenslagen und Lebensformen.  Vom Single-Loft über Familienwohnungen und Wohngemeinschaften bis hin zu Gästezimmern. Dazu können alle Bewohner*innen 380 m2 Gemeinschaftsräume mitnutzen. Es wird eine große Gemeinschaftsküche, Kinderspielzimmer, Kaminzimmer, Sauna, Ruhe- und Yogaraum, Fahrradgarage, Werkstatt, Bibliothek und Kreativraum geben. Mit so vielen zusätzlichen Funktionen können die individuellen Wohnungen kleiner und effizienter sein. Das gesamte Wohnkonzept beruht auf der Idee vom gemeinsamen Nutzen und Genießen von Räumen.

Der Grüne Markt beherbergt die größte Aquaponic Anlage Österreichs, die Fisch und Gemüse nachhaltig und ganzjährig wachsen lässt. Aquaponic ist eine alte, wiederentdeckte Kulturtechnik bei der die Ausscheidungen von Fischen als Dünger für die Gemüseproduktion genutzt werden,  die Pflanzen reinigen und bereiten im Gegenzug das Wasser für die Fische auf. Dabei wird auf künstliche Düngung, Pestizide, Fungizide, Medikamente oder ähnliches verzichtet. Das Erdgeschoss steht Mieter*innen zur Verfügung, welche produzieren, arbeiten und verkaufen wollen.

Wissen tauschen, gemeinsam lernen, international vernetzen. All dies findet im OTELO statt - einem Forschung- und Experimentierraum, der allen offen steht und auch internationale Gäste zum gemeinsamen Arbeiten einlädt.

 

Podiumsdiskussion: Die Weltstadt Wien im Jahr 2050!

Prof. Dr. Reinhard König, Principal Scientist AIT (Austrian Institute of Technology) Energy

"Zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung gehört unter anderem die Berücksichtigung von Zero Emission Strategien bei der Planung neuer Stadtgebiete. Die AIT competence unit Smart and Resilient Cities entwickelt integrierte digitale Planungsmodelle, die es erlauben, die Anforderungen von Dekarbonisierungs-Strategien im Zusammenspiel mit anderen, teils gegenläufigen Aspekten komplexer Stadtplanungsprojekte zu bewerten. Die Forschungsgruppe am AIT befasst sich in diesem Zusammenhang mit der Entwicklung und Anwendung von Methoden der künstlichen Intelligenz, um entsprechende Planungsprojekte effizient und effektiv zu unterstützen."

Das AIT ist Österreichs größte Research and Technology Organisation (RTO) und spezialisiert auf die zentralen Infrastrukturthemen der Zukunft. Einen zentralen Stellenwert nehmen dabei die Herausforderungen im Bereich Dekarbonisierung und Digitalisierung ein. Geforscht wird in jenen Bereichen, die für die Kunden und Partner hohe Weiterentwicklungs- und Wachstumspotenziale aufweisen. Beispiele dafür sind Cyber-Physical Systems (CPS), Complex Dynamical Systems und die Digitalisierung der Produktion.

Prof. Dr. Reinhard König ist Principal Scientist im Bereich Cognitive Urban Design Computing bestellt. Es handelt sich dabei um eine neue Generation von intelligenten Raumplanungsmethoden, bei der Modelle entwickelt werden, die eine wichtige Basis für schnelle Kompromisslösungen in komplexen Fragen der Stadtplanung ermöglichen. Reinhard König studierte Architektur und Stadtplanung und ist Professor des Lehrstuhls für Informatik und Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar. Er leitet Forschungsprojekte zur Komplexität urbaner Systeme und Gesellschaften, dem Verständnis der Städte durch städtebauliche Simulations- und Analysetechniken sowie der Entwicklung evolutionärer Designmethoden. Zuletzt arbeitete Reinhard König am Lehrstuhl für Informationsarchitektur der ETH Zürich.